Die geläufigsten Bezeichnungen der Region sind Ruhrgebiet oder Revier. In der gesamtdeutschen Umgangssprache sind auch die Begriffe KohlenpottRuhrpott oder Pott weit verbreitet.

Lange Zeit wurden verschiedene Namen für die Region benutzt: Ausdrücke wie Rheinisch-Westfälischer IndustriebezirkRheinisch-Westfälisches IndustriegebietNiederrheinisch-Westfälisches Industriegebiet oder Ruhrrevierschlossen jedoch oft auch Gebiete ein, die nicht zum späteren Ruhrgebiet zählen, wie etwa industriell geprägte Gebiete im Bergischen Land oder um Düsseldorf. In den Postleitkarten des Deutschen Reichs wurde unter der Bezeichnung Rheinisch-Westfälisches Industriegebiet praktisch das gesamte heutige Landesgebiet Nordrhein-Westfalens erfasst.[8] Demgegenüber wurde unter Ruhrgebiet zunächst nur der engere Einzugsbereich des Flusses Ruhr verstanden. In diesem Sinne finden diese Bezeichnungen heute kaum noch Verwendung.

Die heute gängige Bezeichnung Ruhrgebiet wurde im Laufe der 1920er Jahre geprägt und bürgerte sich erst um 1930 als fester Name für die Industrieregion ein. Ihrer geografischen Lage entsprechend müsste die Kernregion eher „Emschergebiet“ heißen, da der Lauf der Ruhr bereits den Südrand des Ruhrgebietes markiert, während die Emscher mitten hindurch fließt. Allerdings nahm der für die industrielle Entwicklung der Region seit den 1830er Jahren prägende Steinkohleabbau historisch tatsächlich im Ruhrtal zwischen Essen und Mülheim seinen Ausgang und wanderte von dort aus nach Norden zu den tiefer gelegenen Lagerstätten.[9]

Neuerdings wird aus Marketinggründen die Bezeichnung Metropole Ruhr verwendet. Zusammen mit der Rheinschiene bildet das Ruhrgebiet die Region Rhein-Ruhr oder den Rhein-Ruhr-Raum.

Quelle: Wikipedia